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Medea

in Residenztheater
Uraufführung/Premiere am 23. Februar 2020
Medea ist wohl die unfassbarste Gestalt der Literaturgeschichte. Wie keine andere Frauenfigur zieht sie eine beispiellose Blutspur nach sich, während sie als Schutzsuchende mit ihrer Familie an einen neuen Ort flieht und dort gedemütigt wird.

Schließlich geht Medea bis zum Äußersten, um ihren Gegnern zu schaden und Rache zu nehmen: Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Der Komplexität und Ambivalenz der Figur Medea ist es geschuldet, dass sich ihr Handeln und ihre Motive einfachen Erklärungsmustern entziehen. Sie ist nicht Opfer oder Täterin, sondern vielleicht beides zugleich. Euripides, der jüngste und modernste der drei großen Tragödiendichter der griechischen Antike, hat seine Hauptfigur aus der mythologischen Distanz befreit und in Medea das verstörend Menschliche freigelegt.

Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel, eine der renommiertesten Regisseur*innen des deutschsprachigen Raums, das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung. «Medea» ist Karin Henkels erste Regiearbeit für das Münchner Residenztheater.

Inszenierung: Karin Henkel
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Arvild J. Baud
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Bendix Fesefeldt

Das Bild zeigt Euripides.

Mitwirkende

Thilo Reuther(Bühnenbild)
Teresa Vergho(Kostümbild)
Arvild J. Baud(Komponist/in)
Tobias Löffler(Lichtdesign)
Bendix Fesefeldt(Dramaturgie)
Carolin Conrad(Schauspieler/in)
Aurel Manthei(Schauspieler/in)
Michael Goldberg(Schauspieler/in)
Franziska Hackl(Schauspieler/in)
Nicola Mastroberardino(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 23. Februar 2020 (Premiere / Uraufführung)

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