Umgeben von zahlreichen Verehrern, glaubt Arabella, den «Richtigen» jedoch nicht im walzerseligen, vergnügungssüchtigen Wien zu finden – sie erträumt sich einen Fremden. Ihre Hoffnungen werden schließlich in der Gestalt des urplötzlich aus Kroatien auftauchenden Mandryka erfüllt. Doch ihre tiefe Liebe wird beim abendlichen Fiakerball bereits auf den Prüfstein gestellt: Matteo, ein Verehrer Arabellas, zieht Mandrykas Eifersucht auf sich. Zur Verlobung zwischen Arabella und Mandryka kommt es am Ende doch noch, auch dank Arabellas offenherziger Schwester Zdenka, die, als Junge aufgezogen, heimlich in Matteo verliebt ist.
Entstanden in Zeiten tiefer gesellschaftlicher Verunsicherung nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie, der Weltwirtschaftskrise und der aufkommenden Nazikatastrophe, ist die letzte idealisierte Liebesheirat der Operngeschichte damit auch ein Tanz auf dem Vulkan.
Text von Hugo von Hofmannsthal


