Er hofft, sich ihnen damit von seiner menschlichen Seite zu zeigen und von ihnen verschont zu werden. Er verrechnet sich. Schließlich reicht er sogar selbst das Streichholz, das die ganze Stadt vernichten wird.
Das Stück entlarvt präzise die opportunistische Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. „Biedermann und die Brandstifter“ - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.
Mit „Biedermann und die Brandstifter“ kommt der Literaturklassiker von Max Frisch auf die Große Bühne, der bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Sonja Wassermann hat eine moderne Fassung des bereits 1958 erschienen Theaterstücks inszeniert, welche die „Biedermanns“ im Hier und Heute unter die Lupe nimmt.


