Goethe schrieb 1793 sein Werk „Reineke Fuchs“, das die Geschichte des schlauen Fuchses erzählt, der am Hof des Löwen-Königs als Angeklagter vor Gericht steht. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es ihm, seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen und schließlich zum Berater des Königs berufen zu werden.
Dieser ist der Inbegriff des sprichwörtlich schlauen Fuchses: Zu Beginn steht er am Hofe des Löwen-Königs Nobel als Angeklagter vor Gericht. Trotz wiederholter Vorladungen und Verurteilungen schafft er es immer wieder, seinen Hals buchstäblich aus der Schlinge zu ziehen – und am Ende zum Berater des Königs berufen zu werden.
Dass diese „unheilige Weltbibel“ trotzdem keine moralinsaure Abrechnung mit den Abgründen und Ungerechtigkeiten des politischen Parketts wurde, sondern ein höchst unterhaltsames und vergnügliches Werk, liegt vor allem an der literarischen Form: der Tierfabel.