Für den »Lohengrin« hat Ulf Schirmer eine Fassung entwickelt, die die großen musikalischen Szenen – etwa die Szene zwischen Ortrud und Telramund, das sogenannte Brautgemach mit dem einleitenden Brautchor oder die Gralserzählung – unangetastet lässt, sodass große Strecken des Werks trotz der erforderlichen Kürzungen zu erleben sind. Durch die Anordnung der Szene vor dem Orchester ist das Publikum darüber hinaus näher am Geschehen, was den »Lohengrin« für Patrick Bialdyga, künstlerischer Produktionsleiter und verantwortlich für die Regie, zu einem Kammerspiel macht.
Das Gottesgericht, in dem sich Elsa gegenüber König Heinrich des Vorwurfs am Mord an ihren Bruder Gottfried zu verantworten hat, und das darauffolgende Erscheinen ihres Streiters Lohengrin bringt eine klassische Intrigenhandlung ins Rollen, die um das berühmte Frageverbot nach der Identität des Schwanenritters kreist.
Die Bilderwelten des in Bayreuth geborenen Künstlers Klaus Hack, die den Betrachter in ihrer archaischen Figürlichkeit eine Welt der Mythologie assoziieren lassen, bilden den Rahmen für die Aufführung, die durch ihre hochkarätige Besetzung besticht.
Musikalische Leitung Ulf Schirmer,
Inszenierung Patrick Bialdyga,
Bühne Norman Heinrich,
Kostüme Jennifer Knothe,
Licht Stefan Bolliger,
Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint,
Opernchor, Gewandhausorchester


