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Oper Leipzig: 3 Opern, 3 Heldinnen

in Opernhaus Leipzig
Uraufführung/Premiere am 03. April 2021
Ostern mit Verdi, Wagner und Strauss – Oper Leipzig präsentiert online die erfolgreichen Produktionen Il trovatore, Lohengrin und Capriccio. Diese Werke sind als Überraschung zu Ostern noch einmal online zu erleben.
© Oper Leipzig

Oper Leipzig präsentiert über die Ostertage drei Aufzeichnungen, die online bereits den Weg zu über 18.000 Zuschauerinnen und Zuschauern fanden. Operndirektorin Franziska Severin und Prof. Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig, setzen die erneuten Streamings als Überraschung auf den Spielplan, da die ursprünglich angedachte Öffnung der Spielstätten aus Schutz vor Corona erneut verschoben werden musste.

Il trovatore

Giuseppe Verdis „Dramma lirico“ feierte in Leipzig Premiere – mit Gewandhausorchester und Opernchor in voller Besetzung live gestreamt. Rache und Eifersucht – das sind die treibenden Kräfte in dieser schaurig-schönen Oper von Giuseppe Verdi, für die er eine ebenso düstere wie mitreißende Musik komponierte. Wegen der Coronabedingungen handelt es sich um eine gekürzte Fassung ohne Pause, eindrucksvoll und einfallsreich inszeniert von Jakob Peters-Messer, mit einem Bühnenbild von Markus Meyer und Kostümen von Sven Bindseil. Marina Prudenskaya singt die tragische Rolle der Außenseiterin und Mutter Azucena, Roberta Mategna die unglücklich in den Trovatore verliebte Leonora. Die Titelrolle des Manrico gestaltet Gaston Rivero. Die musikalische Leitung hat Antonino Fogliani.

Neue Musikzeitung 1/21: „Das auf der Bühne hinter der schmalen Spielfläche postierte Gewandhausorchester unter Leitung des Sizilianers Antonio Fogliani vermittelte eine auf knapp 100 Minuten eingekürzte Verdi-Hochspannung. Aus dem Protagonisten-Ensemble ragte die mezzosatte Leuchtkraft und szenische Präsenz der Azucena heraus.“

Lohengrin

Der Coup schlug Wellen: Kurzentschlossen zog der musikalische Leiter von „Lohengrin“, Intendant Ulf Schirmer, vor dem erneuten Lockdown die Premiere von Lohengrin vor. Regisseur Patrick Bialdyga, künstlerischer Produktionsleiter an der Oper Leipzig, realisierte ein gekürztes, intimes Kammerspiel um Politik und Liebe, das sich in den Nahaufnahmen des späteren Streamings umso deutlicher zuspitzt. Für den „Lohengrin“ hat Ulf Schirmer eine Fassung entwickelt, die die großen musikalischen Szenen wie z. B. das sogenannte Brautgemach oder die Gralserzählung unangetastet lässt und den großen Klang sichert, da die Bühnenfläche des Leipziger Opernhauses eine Originalbesetzung des Gewandhausorchesters ermöglicht. Der Chor wird live von der Seitenbühne eingespielt. In der Titelpartie glänzt Michael Weinius; ebenso beeindrucken Jennifer Holloway als Elsa, Simon Neal als Telramund und Kathrin Göring als Ortrud.

Oper! 12/20: „Der schwedische Tenor Michael Weinius, mehr Kriegsfürst als Liebhaber, weicht in der Titelpartie mit keinem Ton den philharmonischen Sturmangriffen des Gewandhausorchesters, die von der Hauptbühne über die Solisten auf dem hochgefahrenen Orchestergraben ins atemlose Auditorium rasen. Der betörende Piano-Schimmer von Wagners ‚italienischster Partie‘ und das melodische Schwelgen dieser Partitur türmen sich zu unbekümmerter Musizierfreude, die über dynamische Detailzeichnungen geschmeidig hinweg eilt.“

Capriccio

Richard Strauss ist neben Richard Wagner eine der zentralen Säulen des Spielplans der Oper Leipzig unter der Intendanz von Prof. Ulf Schirmer. Produktionen wie „Die Frau ohne Schatten“, „Arabella“ oder „Salome“ sorgten in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit. Als Abschluss dieser Serie war Richard Strauss' letzte Oper „Capriccio“ in einer szenischen Produktion schon geplant, konnte aber wegen der Pandemie erst in einer konzertanten Fassung realisiert werden, die jetzt zu Ostern im Streaming wiederholt werden kann – mit der hochkarätigen Besetzung von Camilla Nylund als Gräfin und Roman Trekel als Graf. Die konzertante Premiere gibt das Werk bis auf wenige Traditionsstriche sowie einigen Kürzungen in den Tanzmusiken weitgehend ungekürzt wieder.

O-Ton 3/21: „Schirmer kann schwelgen, aber er beherrscht genauso die großen kammermusikalischen Momente der Partitur, die er dann filetiert und punktiert herausarbeitet und symphonische Tondichtung, orchestrale Opulenz und kammermusikalische Intimität an einem Abend gleichermaßen anbietet. Und das Gewandhausorchester setzt seine Vorgaben mit Brillanz und großer orchestraler Klanggewalt um.“

Mitwirkende

Antonino Fogliani(Musikalische Leitung)
Markus Meyer(Bühnenbild)
Sven Bindseil(Kostümbild)
Raoul Brosch(Lichtdesign)
Thomas Eitler-de Lint(Choreografie)
Nele Winter(Dramaturgie)
Roberta Mantegna(Schauspieler/in)
Marina Prudenskaya(Schauspieler/in)
Sandra Maxheimer(Schauspieler/in)
Gaston Rivero(Schauspieler/in)
Dario Solari(Schauspieler/in)
Alvaro Zambrano(Schauspieler/in)
Sejong Chang(Schauspieler/in)
Antonino Fogliani(Musikalische Leitung)
Marina Prudenskaya(Schauspieler/in)
Gaston Rivero(Schauspieler/in)
Dario Solari(Schauspieler/in)
Roberta Mantegna(Schauspieler/in)
Ulf Schirmer(Musikalische Leitung)
Markus Meyer(Bühnenbild)
Sven Bindseil(Kostümbild)
Marina Prudenskaya(Sänger/in)
Roberta Mategna(Sänger/in)
Gaston Rivero(Sänger/in)
Antonio Fogliani(Musikalische Leitung)
Michael Weinius(Sänger/in)
Jennifer Holloway(Sänger/in)
Simon Neal(Sänger/in)
Kathrin Göring(Sänger/in)
Camilla Nylund(Sänger/in)
Roman Trekel(Sänger/in)

Spielzeiten

Samstag, 03. April 2021 (Sonderaufführung)
Montag, 05. April 2021 (Sonderaufführung)

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