Als sich am nächsten Morgen das ganze Schlamassel aufklärt, muss Eisenstein feststellen, dass er ein Opfer der ‹Rache der Fledermaus› wurde. Als unbestrittene Königin der Operette treibt Die Fledermaus ihr Unwesen nun wieder auf der Bühne. Dabei kommt eine ganz spezielle Version zur Aufführung: Aufgrund der aktuellen Pandemiebestimmungen tritt ein reduziertes Orchester mit 16 Musiker*innen auf. Auch der Chor singt nicht wie gewohnt, stattdessen haben die Chormitglieder einen Auftritt als Statist*innen. Die Berner Version ist ein Arrangement von Roger Niese und Enrico Delamboye, der gleichzeitig auch die musikalische Leitung innehat.
Das Arrangement zeichnet sich dadurch aus, dass es trotz der reduzierten Anzahl von Musiker*innen den Orchesterklang sehr gut wiedergibt. Und so kann sich das Publikum von Witz, Charme, Maskeraden und Champagner mitreißen lassen und dabei den wohl schönsten Melodien des großen Johann Strauss (1825–1899) lauschen. Alexander Kreuselberg, der zuletzt in Bern Menottis The Medium inszenierte, verlegt die Handlung an den Beginn des 20. Jahrhunderts, als die dekadente Hautevolee im Angesicht der bevorstehenden Katastrophe feiert, als gäbe es kein Morgen mehr.
Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn), Text von Richard Genée nach Henri Meilhac und Ludovic Halévy, Arrangement von Roger Niese und Enrico Delamboye, mit deutschen Übertiteln.


