Theaterkompass.de Logo

Zum Gedenken an Sophie Scholl

in Großes Haus
Uraufführung/Premiere am 09. Mai 2021
Sophie Scholl wäre 100 Jahre alt geworden. Ihre Mitgliedschaft in der Widerstandsgruppe »Weiße Rose« und ihr Aufbegehren gegen das nationalsozialistische Regime sind ein mahnendes Symbol für Zivilcourage und kritisches politisches Bewusstsein. Verschiedene Ulmer Einrichtungen veranstalten ein vielfältiges Programm zu ihrem Gedenken.
© Theater Ulm

In den vergangenen Wochen wurde ein Stück geprobt, das die Fragen um Mut und solidarisches Handeln Sophie Scholls in das Jahr 2021 überträgt: »Name: Sophie Scholl« von Rike Reiniger. Eine filmische Aufnahme des Monologs ist online auf der Homepage des Theaters abrufbar. Den Monolog inszeniert Charlotte Van Kerckhoven, Theaterpädagogin und Leiterin des Jungen Theaters Ulm. Es spielt Stephanie Pardula in einer Ausstattung von Maike Häber.

Sophie Scholl, so heißt in dem Stück von Rike Reiniger eine Jurastudentin, die keinerlei verwandtschaftliche Beziehung mit der historischen Sophie Scholl teilt. Sophie steht kurz vor ihrem Staatsexamen, das Ziel ist zum Greifen nah. Alles gerät ins Wanken, als ihre Zivilcourage auf die Probe gestellt wird, denn plötzlich leuchten die Standhaftigkeit und die Überzeugungen ihrer berühmten Namensvetterin groß in dem Leben der Jurastudentin auf. Sophie ist als Zeugin vor Gericht geladen und hat zwei Möglichkeiten: Sagt sie wahrheitsgemäß aus, wird ein unschuldiger Mensch fälschlicherweise wegen Betrugs verurteilt. Lügt Sophie, ist ihre eigene berufliche Karriere gesichert. Aber: Könnte Sophie mit der Schuld leben und sich gegen die Ideale des Vorbilds Sophie Scholl stellen? Was bedeutet es, aufrecht durchs Leben zu gehen?

Auf kluge Weise vermittelt der Text historisches Wissen und verbindet es zugleich mit der Frage, was es bedeutet, sich selbst und den eigenen Werten treu zu bleiben.

Darüber hinaus wird eine spannende Podiumsveranstaltung als Livestream übertragen, die von der Ulmer Arbeitsgruppe zum Gedenken an Sophie Scholl organisiert wird: »Sag nicht, es ist fürs Vaterland«. Das Publikum erlebt einen Vortrag der renommierten Historikerin, Schriftstellerin und Sophie Scholl-Biografin Dr. Barbara Beuys. Ihre Biografie über die berühmte Widerstandskämpferin gilt als Standardwerk. In ihrem Vortrag wird Dr. Barbara Beuys aufzeigen, wie lang und widersprüchlich der Lebensweg von Sophie Scholl war.

Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit Ulmer Persönlichkeiten und Vertreterinnen und Vertretern bedeutender Institutionen statt. Thema der Diskussion sind die Prinzipien Sophie Scholls, die auch im 21. Jahrhundert Leitlinien für eine Gesellschaft sind, in der Menschenrechte und Menschenwürde das Zusammenleben bestimmen. Die Veranstaltung wird moderiert von Pfarrerin Andrea Luiking, Geschäftsführerin des Hauses der Begegnung Ulm.

Mitwirkende

Rike Reiniger(Autor/in)
Stephanie Pardula(Schauspieler/in)
Maike Häber(Bühnenbild)
Barbara Beuys(Autor/in)
Andrea Luiking(Sonstiges)
Iris Mann(Schauspieler/in)
Nicola Wenge(Schauspieler/in)
Oliver Schütz(Schauspieler/in)
Christoph Hantel(Schauspieler/in)
Kaija Raiff(Schauspieler/in)
Gunter Czisch(Schauspieler/in)
Maria Eichwald(Schauspieler/in)
Adam El Saidi(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 09. Mai 2021 (Premiere / Uraufführung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page