Gioachino Rossini: „Il barbiere di Siviglia“
Rosina will heiraten! Die Kandidaten, die sich in das Rennen um die Gunst der Braut werfen: Don Bartolo, ihr Vormund, der sie großzog und auf ihr Erbe schielt, und der Graf Almaviva, der zwar an Stand und Barschaft einiges mitbringt und als umtriebigen Partner Figaro an seiner Seite weiß, die Braut allerdings bei der ersten Liebescanzonette ebenso wenig kennt wie sie ihn.
Satte Situationskomik, funkelnde Bravourarien und furiose Ensembles – in nur drei Wochen hat Gioachino Rossini 1816 seine bis heute gefeierte musikalische Komödie, die auf dem ersten Teil der Figaro-Trilogie des Textdichters Beaumarchais basiert, aufs Papier geworfen. Regisseur Maurice Lenhard erzählt sie mit augenzwinkerndem Blick auf die Commedia dell’arte-Wurzeln der Vorlage als kapriziös-opulenten Dauerlauf zur Traumhochzeit. Marie Jacquot leitet die Düsseldorfer Symphoniker und ein spielfreudiges Rossini-Ensemble.
Richard Wagner: “Tristan und Isolde”
Tristan und Isolde – unauflöslich sind diese beiden Namen, ihre Herzen, ihre Schicksale miteinander verwoben. Zwei totalitäre Gefühls-Extremisten, die ihre Liebe in einer Radikalität leben, die keinen Raum für andere Menschen lässt und allein in der vollkommenen Selbstauflösung im Tod ihre Erfüllung finden kann.
Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober kommt „Tristan und Isolde“ an jeweils drei aufeinander folgenden Abenden zur Aufführung. Die Düsseldorfer Symphoniker und das hochkarätig besetzte Ensemble können die ursprünglich geplante Premiere nun endlich nachholen.
Speziell für die Deutsche Oper am Rhein hat der erfahrene Komponist und Dirigent Eberhard Kloke eine feinsinnige Bearbeitung der Partitur vorgenommen. Neben dem Hauptorchester im Orchestergraben sind verschiedene Ensembles im Bühnenraum verteilt. Besondere Bedeutung kommt einem Streichensemble mit Englischhorn zu, das sich musikalisch und inhaltlich mit den Protagonisten verbindet. Dies bestimmt auch die Inszenierung von Dorian Dreher. „Bei der musikalischen Bearbeitung und allen szenischen Überlegungen ging es uns darum, die Spannungsmomente und den Dialog zwischen innerer und äußerer Handlung nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar zu machen“, erklärt Axel Kober.
„Lost and found“ mit dem Ballett am Rhein
Das im vergangenen Sommer neu aufgestellte Ballett am Rhein freut sich über die Gelegenheit, seinem Publikum zum Spielzeitabschluss noch einmal Kostproben aus seinem vielseitigen Repertoire zeigen zu können. „Lost and found“ nennt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi das Programm, in dem die Compagnie Choreographien zeigt, die in dieser Spielzeit einstudiert wurden und bislang noch gar nicht oder nur kurz auf den Bühnen präsentiert werden konnten. Umrahmt von seiner eigenen Kreation „A simple piece“ und „Salt Womb“ von Sharon Eyal und Gai Behar, sind nach der ersten Pause vier kurze Choreographien zu erleben: Ein Ausschnitt aus „Love Song“ von Andrey Kaydanovskiy, „Solo“ von Hans van Manen, „Allure“ ebenfalls von Demis Volpi, und „Erbarme Dich“ von Neshama Nashman. Das von Demis Volpi moderierte Programm hat zwei Pausen und eine Gesamtdauer von 2 ½ Stunden.
Der Vorverkauf zu allen Vorstellungen läuft online über www.operamrhein.de sowie über die telefonische Reservierung. Tickets sind jeweils in drei Preiskategorien erhältlich.
Die Saalkapazitäten sind so begrenzt, dass das Publikum entsprechend den gültigen Abstandsregeln platziert werden kann. Verpflichtend sind das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske sowie die Vorlage eines höchstens 48 Stunden alten Corona-Negativtestnachweises oder der Nachweis eines ausreichenden Impf- oder Genesungsschutzes, sowie die besondere Rückverfolgbarkeit durch Registrierung.


