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Autor:innentheatertage

in Deutsches Theater Berlin (Gebäude)
Uraufführung/Premiere am 04. September 2021
Die Autor:innentheatertage bleiben in Bewegung und gehen in der neuen Spielzeit neue Wege. Geplant sind zwei Festivalausgaben, viele Autor:innensalons und ein neues Residenzprogramm, das den Austausch zwischen Autor:innen und Theater fördert.
© Deutsches Theater Berlin

Die Autor:innentheatertage zeigen drei Uraufführungen – drei Texte aus 212 Einsendungen, die im Herbst 2020 aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Belgien und Luxemburg kamen. Der Juryvorsitzende Lukas Bärfuss hat alle Stücke gelesen und seine Longlist mit den beiden Co-Juror:innen Fritzi Haberlandt und Schorsch Kamerun diskutiert. Wie immer waren alle Jurysitzungen geheim. Am Ende standen drei Stücke, in denen ein Schmerz wohnt, die politisch sind in einem sehr persönlichen Sinn. Sarah Kilter, Amanda Lasker-Berlin und Chris Michalski heißen die Gewinnerautor:innen. Ein weiterer Text – geschrieben von Patty Kim Hamilton – wurde von der Jury mit einer lobenden Erwähnung bedacht. Er ist während des Festivals als szenische Lesung zu sehen.

Neben den prämierten freuen wir uns auf weitere Dramatiker:innen zu Gast. Kevin Rittberger hat für die Autor:innentheatertage 2020 ein Kurzstück verfasst, das die Autorin Penda Diouf inzwischen überschrieben hat. Der neue Text und das Projekt sind in Lesung und Gespräch zu erleben. Ferdinand Schmalz, Jakob Nolte, Rebekka Kricheldorf und Nele Stuhler haben vielgelobte Romane geschrieben, die als Vorspann zum Festival vorgestellt werden. Auch der erste Teil von Nele Stuhlers Gaia-Zyklus ist nochmals zu sehen. Er ist in Verbindung mit den Autor:innentheatertagen entstanden und wird fortgeführt: wie die Dramatiker:innen Milena Michalek, Maria Ursprung, Thomas Perle und Fiston Mwanza Mujila ist Nele Stuhler Teil eines neuen Residenzprogramms, mit dem die Autor:innentheatertage ihr Engagement für zeitgenössische Dramatik über das Festival hinaus verstetigen. Die fünf neuen Hausautor:innen sind erstmals gemeinsam und in Tischgesprächen zu erleben.

Das Festivalprogramm

Drei Uraufführungen

White Passing von Sarah Kilter

Ich, Wunderwerk und how much I love Disturbing Content von Amanda Lasker-Berlin

When There's Nothing Left To Burn You Have To Set Yourself On Fire von Chris Michalski

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Zwei szenische Lesungen

Peeling Oranges von Patty Kim Hamilton

Blackout White Noise (wenn ihr schweigt, werden die Steine schreien) von Penda Diouf und Kevin Rittberger

Das Rahmenprogramm

Lange Lesenacht mit Büchern und Gesprächen von und mit Rebekka Kricheldorf, Jakob Nolte, Ferdinand Schmalz, Nele Stuhler

***

Eröffnung Autor:innenatelier mit Tischgesprächen mit Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Thomas Perle, Nele Stuhler, Maria Ursprung

Eröffnung der Langen Nacht der Autor:innen mit Lukas Bärfuss, Fritzi Haberlandt, Schorsch Kamerun

Dramaturg:innentreffen (geschlossene Veranstaltung)

Die ATT Autor:innenateliers laden je eine:n Theaterautor:in pro Monat dazu ein, im Deutschen Theater zu schreiben und gemeinsam mit uns und dem Ensemble über ein Theater nach der Krise nachzudenken. Ziel der Autor:innenateliers ist ein neues Miteinander, ein gemeinsamer Wiederbeginn nach vielen Monaten der erzwungenen Entfernung. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit stellen wir in monatlich stattfindenden Autor:innensalons vor. Die ersten Gäste in unserer neu geschaffenen Schreibstube sind:

Milena Michalek (Wien/Berlin)
Fiston Mwanza Mujila (Graz/Lubumbashi)
Maria Ursprung (Solothurn)
Thomas Perle (Wien)
Nele Stuhler (Berlin)

Das Jubiläumsfestival 2022

Für den Zeitraum ist eine besondere Festivalausgabe geplant. Die Autor:innentheatertage finden dann zum 25sten Mal statt. Ein guter Grund, beweglich zu bleiben, nach vorn zu schauen und der zeitgenössischen Dramatik ein rauschendes Fest zu bereiten: mit dem Stückewettbewerb und dem Uraufführungsmarathon in der Langen Nacht der Autor:innen, mit bis zu zwölf Gastspielen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, mit Autor:innensalons, Leseparcours, Nach- und Tischgesprächen, mit vielen Autor:innen, Juror:innen und Theatermacher:innen aus 25 Jahren ATT.

Der Stückewettbewerb zum Jubiläumsfestival ist gestartet. Einsendeschluss ist der 12. September. Weitere Infos folgen. Da die Texte für die Lektüre anonymisiert werden, wird darum gebeten, alle erforderlichen Kontaktdaten ausschließlich auf dem Titelblatt zu vermerken. Parallel ist die Zusendung des Textes (als PDF) und der Kontaktinformationen per E-Mail erforderlich.

Der Text, den ich auszeichnen möchte … Lukas Bärfuss ist der Juryvorsitzende der Autor:innentheatertage. Er hat die 212 Stücke gelesen und geprüft, die zum diesjährigen Wettbewerb eingesandt wurden. In einer E-Mail an die beiden Mitjuror_innen Fritzi Haberlandt und Schorsch Kamerun beschreibt er seine Suchkriterien. So entsteht – wie nebenbei – eine kleine Poetologie der Gegenwartsdramatik. Lesen Sie hier den Text von Lukas Bärfuss: "Der Text, den ich auszeichnen möchte ..."

Über die Autor:innentheatertage: Das enge Zusammenspiel zwischen Autor:innen und Theatern ist genuiner Bestandteil zeitgenössischer Theaterarbeit. Gleichzeitig ist dieses Verhältnis einem steten Wandel unterworfen. Theater finden sich inmitten gesellschaftspolitischer Diskussionen wieder und reagieren in ihren Spielplänen, in ihrer Stoffwahl und ihren Formsprachen nicht nur auf Texte, sondern auf öffentliche Diskurse insgesamt. Auch Regisseur:innen stehen in diesem Spannungsfeld und definieren sich immer weniger als bloße Diener:innen eines Theatertextes. Darüber hinaus verändern sich die Parameter von Autor:innenschaft selbst. Schreibende Regisseur:innen und inszenierende Dramatiker:innen, Ensembles und Gruppen entwickeln – oft aus dem Zentrum der Theater heraus – zeitgenössische Theaterliteratur.

Das Festival Autor:innentheatertage bietet diesen Bewegungen alljährlich eine Plattform, gestaltet sie aktiv mit und führt in etwa zehn Gastspielen die wichtigsten Tendenzen des zeitgenössischen Autor:innentheaters zu einem Festival zusammen: Mit dem Stückewettbewerb und dem Uraufführungsmarathon in der Langen Nacht der Autor:innen, mit bis zu zehn Gastspielen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und dem internationalen Auftakt Radar Ost. In Autor:innensalons, in Leseparcours, Einführungen, Nach- oder Tischgesprächen kommen die Autor:innen zu Wort und mit dem Publikum und den beteiligten Theatermacher:innen ins Gespräch.

www.deutschestheater.de/programm/a-z/autorentheatertage_2021/

Spielzeiten

Samstag, 04. September 2021 (Premiere / Uraufführung)

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