Kurz vor ihrer Hochzeit hat Judith ihren Verlobten und ihre Eltern verlassen, um Herzog Blaubart auf seine Burg zu folgen. Sie ist bereit, Licht in die dunklen Geheimnisse zu bringen, die ihr Geliebter – glaubt man den Gerüchten – hier vor der Welt zu verbergen sucht. Doch je tiefer Judith in die Seele des unheimlichen Gemäuers und seines Besitzers dringt, desto vernichtender regt sich bei Blaubart der Widerstand gegen ihren rastlosen Forscherdrang.
In atmosphärisch dichten Bildern und einem Klangfarbenreichtum, der von der ungarischen Volksmusiktradition inspiriert ist, erzählt Béla Bartók in seiner einzigen, 1918 uraufgeführten Oper die Geschichte von Judith und Blaubart als poetisches Seelendrama, das beiden Protagonisten gerecht wird.
Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi setzt das vielschichtige Stück in Szene und lässt in seiner Interpretation Gesang und Ballett zu einem spartenübergreifenden Bühnenerlebnis verschmelzen. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober präsentieren die Düsseldorfer Symphoniker eine von Eberhard Kloke bearbeitete Fassung.


