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Woyzeck Interrupted

Uraufführung/Premiere am 16. September 2021
Alles steht im Zeichen der Unterbrechung: Die Proben zu einer Inszenierung von Büchners Woyzeck sind kurz vor der Premiere gestoppt. Die Affäre des Hauptdarstellers mit der Hospitantin, ihre Schwangerschaft und die Zukunftsphantasie eines gemeinsamen Kindes kommen ebenfalls zum Stillstand.
© Arno Declair

Das Paar, das kein Paar mehr sein kann und vielleicht auch nie war, ist in einer Wohnung eingesperrt, zurückgeworfen auf seine wechselseitigen Abhängigkeiten und auf die Echos von Büchners Text.

Zeitungsberichte über mehrere Frauenmorde und die entsprechenden Gerichtsprozesse hatten seinerzeit den Anstoß gegeben für Georg Büchners Woyzeck. Hinsichtlich der Gewalttaten von Männern an Frauen hat sich in den bald zweihundert Jahren kaum etwas geändert. Noch immer wird in Deutschland alle drei Tage eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet.

Das ist der Punkt, an dem die Dramatikerin Mahin Sadri und der Regisseur Amir Reza Koohestani mit ihrem Text ansetzen. Sie suchen nach den genderspezifischen Machtverhältnissen und der strukturellen Gewalt im Privaten. Angesichts der sich wiederholenden Femizide in der Realität erzählen sie nicht nur einen Einzelfall, sondern zeigen auch ein Muster auf – nicht um es zu reproduzieren, sondern um es zu unterbrechen.

Mitwirkende

Mahin Sadri(Autor/in)
Mitra Nadjmabadi(Bühnenbild)
Lea Søvsø(Kostümbild)
Phillip Hohenwarter(Videodesign)
Benjamin Krieg(Videodesign)
Matthias Peyker(Komponist/in)
Kristina Jedelsky(Lichtdesign)
Sima Djabar Zadegan(Dramaturgie)
John von Düffel(Dramaturgie)
Lorena Handschin(Schauspieler/in)
Enno Trebs(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 16. September 2021
Freitag, 17. September 2021 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 25. September 2021
Sonntag, 26. September 2021
Dienstag, 12. Oktober 2021
Dienstag, 19. Oktober 2021

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