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Frühlingsrausch

Uraufführung/Premiere am 24. September 2021
Der Ballettabend bringt zwei Meisterwerke der Ballettliteratur des 20. Jahrhunderts zusammen: Maurice Ravels "Daphnis et Chloé" und Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps". Die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Chemnitz präsentieren ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Musik und Tanz.
© Nasser Hashemi, Daphnis et Chloe

Zudem gibt es ein Wiedersehen mit zwei in Chemnitz bereits gut bekannten Choreografen, die zur jungen und international erfolgreichen Choreografenszene gehören. Eno Peçi, der zusammen mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska schon Tschaikowskys „Schwanensee“ auf die Bühne brachte, realisiert Ravels poetisches Bühnenwerk, und Robert Bondara, für die Choreografie seiner „Winterreise“ von Publikum und Presse gefeiert, setzt sich mit Strawinskys legendärem „Sacre“ auseinander. Als Bühnen- und Kostümbildner ist auch Hans Winkler wieder mit von der Partie.

Maurice Ravel schrieb 1912 das zweiaktige Ballett „Daphnis et Chloé“ für Sergej Diaghilevs Ballets Russes. Für den Choreografen Michail Fokine, der für „Daphnis et Chloé“ ein Libretto nach dem Liebesroman des spätgriechischen Dichters Longos nutzte, stellte dieses Werk die Verwirklichung seiner Idee zur Reform des klassischen Balletts dar, der künstlerischen Einheit von Handlung, Musik, Tanzbewegung und Bühnengestaltung. Ravel komponierte eine raffinierte, schillernde Musik in tief empfundener Sinnlichkeit. So ließ er, wie er selbst formulierte, ein musikalisches „Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume“ entstehen.

Igor Strawinsky schuf mit „Le Sacre du Printemps“ einen Frühlingsrausch ganz anderer Art. Am Vorabend des ersten Weltkriegs erblickte ein Werk das Licht der Welt, das nicht nur den Tanz revolutionieren sollte, sondern auch einen Meilenstein in der Kompositionsgeschichte der Klassischen Moderne setzte. Das Publikum der Pariser Uraufführung traf dieser Frühlingsrausch wie eine Bombe und der Skandal der Uraufführung wurde legendär. Das Protestieren, Schreien und Brüllen von Teilen des Publikums war zum Teil so laut, dass die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne das Orchester nicht mehr hören konnten. Strawinsky komponierte einen entfesselten Soundtrack zu einem Frühlingsritus mit blutigem Ritualmord, und Uraufführungschoreograf Vaslav Nijinsky kreierte zu dieser musikalischen Wucht einen explosiven Tanzrausch.

Mitwirkende

Eno Peçi(Choreografie)
Robert Bondara(Choreografie)
Hans Winkler(Bühnenbild)

Spielzeiten

Freitag, 24. September 2021 (Premiere / Uraufführung)

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