Regisseurin Selen Kara inszeniert erstmalig diesen Dialog zwischen den beiden Autorinnen, die mehr als 70 Jahre trennen und die doch so viel in ihrer Kunst vereint. Virginia Woolfs Roman „Mrs. Dalloway“, den Selen Kara mit Dramaturg Christopher-Fares Köhler für die Bühne bearbeitet hat, vollzieht sich innerhalb eines einzigen Tages, bis in die Nacht hinein. Im Zentrum der Geschichte: Clarissa Dalloway und Septimus Warren Smith, der junge Veteran, der die psychischen Folgen des Ersten Weltkrieges mit sich trägt. Mrs. Dalloway beschließt, dass sie die Blumen selber kaufen wird! Und dann? Dann vollzieht sich ein Tag voller kleiner und großer Ereignisse, die das eigene Leben infrage stellen und die Entscheidungen der eigenen Geschichte aufblitzen lassen.
Sarah Kane beschreibt in ihrem fünften und letzten Stück „4.48 Psychose“ den klarsten und dunkelsten Moment der Nacht zum Morgen hin, indem sie Bilder, Zahlen, pathologische Berichte und poetische Assoziationen aufruft. Figuren, Zeit und Raum werden aufgelöst zu einem Rausch auf der Suche nach dem eigenen Ich.


