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Der Trafikant

Uraufführung/Premiere am 25. September 2021
Robert Seethalers Roman „Der Trafikant“ erzählt die Geschichte des vaterlosen Franz Huchel, der 1937 in Wien als Lehrling eines Trafikanten beginnt. Seine Begegnungen mit Sigmund Freud und die politischen Umwälzungen der Zeit prägen sein Leben und lassen ihn zum Widerstand aufbrechen.
© Sabine Haymann

So auch in seinem Erfolgsroman „Der Trafikant“, den er selbst für die Bühne adaptierte: Franz Huchel heißt Seethalers Roman- und Theaterstück-Protagonist. Franz ist ein vaterloser, aber behütet aufgewachsener Junge vom Lande, dessen Leben sich 1937 mit einem Schlag verändert. Von heute auf morgen schickt ihn die Mutter in die große Stadt Wien, wo er sich als Lehrling des Zeitungs- und Rauchwarenhändlers (sprich: Trafikanten) Otto Trsnjek verdingen soll. Fremd sind Franz die pulsierende Großstadt, die vielen Menschen und die angespannte politische Lage im zunehmend unter Einfluss rechts-nationaler Kräfte geratenen Land.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Franz trifft Sigmund Freud, der nicht nur ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher, sondern als Begründer der Psychoanalyse auch weit über die Grenzen Österreichs bekannt ist. Aus der Zufallsbegegnung entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die Franz‘ Leben nachhaltig prägt. So ist es Freud, auf dessen Rat hin Franz im Prater ein hübsches Mädchen anspricht, in das er sich Hals über Kopf verliebt. Anezka heißt seine böhmische Angebetete, die auch als Varietétänzerin arbeitet und ihm wiederholt entschwindet, so schnell, wie sie gekommen ist.

Neben dem Wechselbad der Gefühle, in das Anezka ihn stürzt, seinen Unterredungen mit Freud und der Korrespondenz mit seiner Mutter ist es vor allem die sich zuspitzende politische Lage, die Franz in Atem hält. Da in der Trafik auch jüdische und freidenkende Kunden bedient werden, sieht sich Trsnjek – und mit ihm Franz – massiven Anfeindungen ausgesetzt, die nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in einer Verhaftung Otto Trsnjeks durch die Gestapo gipfeln. Als unerwünschter Jude muss nun auch Sigmund Freud Wien verlassen. Zurück bleibt der seiner Bezugspersonen beraubte Franz, der die Trafik selbstständig weiterführt und schließlich sogar in einer wagemutigen Nacht- und Nebel-Aktion gegen das NS-Regime aufbegehrt.

Mitwirkende

Nicolas Martin(Schauspieler/in)
Michaela Fent(Schauspieler/in)
Lars Fabian(Schauspieler/in)
Jens Peter(Schauspieler/in)
Johanna Miller(Schauspieler/in)
Bernhard Meindl(Schauspieler/in)
David Meyer(Schauspieler/in)
Myriam Rossbach(Schauspieler/in)
Sascha Mey(Regie)
Jörg Brombacher(Bühnenbild)
David Brombacher(Videodesign)
Milena Keller(Kostümbild)

Spielzeiten

Samstag, 25. September 2021 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 29. September 2021
Freitag, 01. Oktober 2021
Mittwoch, 06. Oktober 2021
Donnerstag, 07. Oktober 2021
Samstag, 16. Oktober 2021

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