Der polnische Regisseur Wojtek Klemm stellte sein genaues Auge für politische Prozesse und menschliche Abgründe bereits 2018 in seiner gefeierten Schauspielinszenierung von Euripides‘ Die Orestie unter Beweis. Als Fachmann für komplexe und politisch brisante Themen kehrt er nun im Musiktheater zurück, mit einer La clemenza di Tito-Inszenierung, für die er auch narrative Video-Sequenzen als erzählerisches Mittel nutzt. Dabei spürt Klemm in der Auseinandersetzung mit der Oper Fragen nach, die an Aktualität nichts eingebüßt haben: Kann es überhaupt Macht ohne Missbrauch geben? Gibt es gute Herrscher? Wie aktuell ist diese Frage heute in der Zeit von Fake News, Despoten und konservativem Backlash?
Mit dem Tenor Mirko Roschkowski ist für diese Inszenierung ein Spezialist für die großen Mozartpartien in Augsburg zu Gast. In Rollen wie Titus, Mitridate, Idomeneo u. a. brillierte er bereits auf vielen großen deutschen Bühnen. Er gastierte an der Semperoper in Dresden, der Berliner Staatsoper unter den Linden, der Volksoper Wien u.v.m. Mehr zu seiner Biografie hier: Mirko Roschkowski.
Außerdem feiern lang vermisste Publikumslieblinge des Staatstheaters ihr Wiedersehen mit dem Publikum. Die Partie des Annio übernimmt die sehr erfolgreich tätige Mezzosopranistin Ekaterina Aleksandrova.
La clemenza di Tito – Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln) Libretto: Caterino Mazzolà (nach Pietro Metastasio)


