„Eleos. Eine Empörung in 36 Miniaturen“ Uraufführung von Caren Jeß. Eleos und phobos, Furcht und Mitleid, sind die kathartischen Effekte, die ein tragisches Stück hervorrufen soll, auf dass der Mensch nach dem Theaterbesuch sittlich gereinigt in seine Realität zurückkehre. Wir glauben zwar nicht mehr an die Katharsis, sehnen sie aber herbei, weil wir uns nicht mehr aufregen müssten, wenn wir erst rein wären, vermutet die Autorin Caren Jeß und seziert mit poetischer Einfühlsamkeit und sprachlicher Virtuosität die Empörung an sich.
„Garland“, Uraufführung von Svenja Viola Bungarten. Hier kämpfen und solidarisieren, straucheln und fangen sie sich auf, die Loser, die Abgehängten, die Habenichtse in einem mittleren Osten irgendwo in Europa: Einzig die Moderatorin des Lokalradiosenders „Radio Garland“ versucht gute Laune und launige Musik in einer von Dürre, Hitze, Bränden und Landflucht gebeutelten Gegend zu verbreiten. Zu Gast bei ihr im Studio sind nicht nur ein erfolgloser Filmemacher auf der Suche nach Sponsoren, sondern auch zwei abgebrannte, mit ihrer Versicherungsgesellschaft hadernde Landwirte und eine mit brennbaren Substanzen handelnde Tankstellenbesitzerin, die auf der Suche nach ihrer verlorenen Tochter ist.


