Die Ausstatterin Annette Mahlendorf hat dafür einen Raum der Macht erschaffen. Schwebende Wände zwingen jede der uniformierten Figuren, sich zu beugen, um ihn zu betreten. Einen fesselnden Eindruck von der Rhythmik der kleistschen Sprache gaben Oliver Hildebrandt, Volker Ringe und Alrun Herbing mit zwei Ausschnitten aus dem Stück.
Auf der Studiobühne wird das neue Stück von Theresia Walser zu sehen sein, das erst im letzten Jahr uraufgeführt wurde. Im Monolog 'Endlose Aussicht' sitzt Carolin Waltsgott als Jona auf einem Kreuzfahrtschiff fest, das unter Quarantäne steht. Christina Wugas erste Inszenierung behandelt nicht nur das Thema der Isolation, das sich besonders auch im klaustrophobischen Bühnenbild von Aylin Kaip widerspiegelt, sondern vor allem auch, wie man mit Krisensituationen umgeht. Zudem ist es für Wuga wichtig zu zeigen, dass das Kreuzfahrtschiff ein 'Abbild des modernen Sklaventums' sei. Das vielschichtige Stück thematisiert somit aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen.
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