Autor*innen wie Ovid oder Euripides formulierten für die Nachwelt Deutungen, die vor allem männlich geprägt sind. Deutungen, die diesen Frauenfiguren bis heute anhaften. Bei Elsa-Sophie Jach ermächtigen sie sich nun diesen vorformulierten Erzählungen ihrer Geschichten. Sie werden um Texte von Autor*innen erweitert, die sich der Verfluchten ebenfalls annahmen, womit die Frauen ihre einstige Verdammung zum Schweigen wortgewaltig reflektieren. Gemeinsam mit der bekannten Münchner Techno-Liveband SLATEC verschwestern sie sich lautstark, schreiten gemeinsam zur Tat und holen sich ihre Stimmen zurück.
Die unerhörten: Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
in Marstall
Uraufführung/Premiere am 20. November 2021
Friedrich Schlegel schrieb über Sappho, die bedeutendste Lyrikerin der Antike, dass wir ohne ihre Gedichte nicht an Homer erinnert würden. In Elsa-Sophie Jachs Inszenierung dienen Fragmente ihrer Liedtexte als verbindende Melodie für sechs Liebesbriefe an große antike Frauenfiguren, die zum Schweigen gebracht wurden.

Mitwirkende
Elsa-Sophie Jach(Regie)
Max Kühn(Musikalische Leitung)
Aleksandra Pavlović(Bühnenbild)
Johanna Stenzel(Kostümbild)
Barbara Westernach(Lichtdesign)
Stefanie Hackl(Dramaturgie)
Spielzeiten
Samstag, 20. November 2021 (Premiere / Uraufführung)

