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FLUX-Festival: Lokale Tanzszene in Bewegung

in Zwinger
Uraufführung/Premiere am 24. Januar 2022
Das Theater und Orchester Heidelberg lädt Künstler*innen aus der Region ein, die Theater-Spielstätte zum Ort der tänzerischen Begegnung und Bewegung zu machen. Das Festival bietet Performances, Workshops und zahlreiche Möglichkeiten zur Kollaboration.
© Peter Gutsche

Nach Solo Fantastico und dem Theater und Orchester Heidelberg initiiert ein drittes Projekt, das die sogenannte Freie Szene und das Theater zusammenbringt und den Tänzer*innen, Künstler*innen, Sänger*innen und Musiker*innen eine Bühne gibt, um sich gemeinsam für Kunst und Kultur stark zu machen.

Der neu gegründete Verein FLUX e.V. strebt danach, die Freie Tanzszene mit neuen Möglichkeiten des Lernens, Schaffens, Experimentierens und der Kollaboration zu bereichern.

Holger Schultze, Intendant des Theaters, freut sich sehr über die Kooperation: »Allen Kulturschaffenden hat die Pandemie schwer zugesetzt, vor allem der sogenannten ›Freien Szene‹, viele Auftrittsmöglichkeiten und Räumlichkeiten sind durch die Pandemie weggefallen. Mit dem Festival setzen wir erneut ein Zeichen, dass wir uns mit den freien Künstlerinnen und Künstlern solidarisieren. Wir haben eine starke Freie Tanzszene im Rhein-Neckar-Raum und stellen unsere Räume, Bühne und Infrastruktur deshalb gerne zur Verfügung. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir nur zusammen durch diese schwere Zeit kommen und ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander zwischen institutionellen Einrichtungen und ›Freier Szene‹ ein großer Gewinn für alle ist.«

Auch der Leiter des Dance Theatre Heidelberg, Iván Pérez, freut sich sehr über die Zusammenarbeit: »Die Tanzszene in der Rhein-Neckar-Region ist so vielfältig und facettenreich, wir freuen uns, die vielen großartigen Choreograf*innen und Tänzer*innen begrüßen zu dürfen!«

Neuste choreografische Entwicklungen der Tanzszene Rhein-Neckar: Mit »Show Business« von Catherine Guerin startet das Festival. Es ist ein zweiteiliger Abend, der Bewegung, Text und Musik miteinander verbindet. Das erste Stück »Home Office« zeigt eine spielerische Annäherung an den Ort, an dem die Show wirklich beginnt: bei dem Prozess des Ausfüllens eines Antragsformulars. Der zweite Teil des Abends, »S.O.S.« stellt die Frage, ob Storytelling eventuell eine verlorene Kunst im Tanz sei.

Lorenzo Ponteprimo entwirft mit »Generation DITTO« einen zweiteiligen Abend, der in einer futuristischen Umgebung voller fantastischer Kreaturen verortet ist. Gemeinsam mit seiner Frau Cecilia verleiht er dem fernen Szenario und den hypothetischen Wesen auf der Bühne Gestalt.

Edan Gorlicki beleuchtet in »IMPACT« die gesellschaftlichen und individuellen Prozesse, die auf eine Katastrophe folgen und wie der Mensch körperlich auf diese reagiert. Mit »Annäherungen« zeigen Julie Pécard, Amelia Eisen und Renan Martins drei voneinander unabhängige Choreografien, die Freiräume für Gemeinsamkeiten schaffen.

Ein Workshop für alle Tango-Begeisterten von und mit Christina Liakopoyloy, die am Abend mit »War Games« als Choreografin in Erscheinung tritt, beginnt den Tag. Der dreiteilige Abend beschäftigt sich mit Körpern im Krieg und als »lebende Waffen«, mit Traumatisierung und der Verbindung zwischen Opfern und Tätern. Neben Liakopoyloy stellt Choreograf David Kwiek seine Fähigkeiten hier unter Beweis.

Der letzte Festivaltag lässt auch junge Tänzer*innenherzen höherschlagen. Sarah Herr hat mit »Looping Loop« ein Stück geschaffen, in dem drei Tänzerinnen die Routinen des Alltags erforschen und dabei auf lebendige Zahnbürsten und kleine Pulli-Monster treffen. Ein Abenteuer der alltäglichen Dinge für alle ab 5 Jahren.

Zum Abschluss findet ein zweiteiliger Abend von Jonas Frey statt. In »One of Us & Signature Snippets« spielt der Choreograf mit den Erwartungshaltungen an den urbanen Tanz. Frey und die Tänzer*innen begeben sich auf Spurensuche nach den Ursprüngen der Bewegungen, zerlegen sie in ihre Einzelteile und spielen mit Klischees.

Das Festival wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

Weitere Informationen sowie Karten unter www.theaterheidelberg.de oder an der Theaterkasse, Theaterstraße 10; 06221 | 58 20 000; tickets@theater.heidelberg.de

Mitwirkende

Catherine Guerin(Choreografie)
Lorenzo Ponteprimo(Choreografie)
Cecilia Ponteprimo(Choreografie)
Edan Gorlicki(Choreografie)
Julie Pécard(Choreografie)
Amelia Eisen(Choreografie)
Renan Martins(Choreografie)
Christina Liakopoyloy(Choreografie)
David Kwiek(Choreografie)
Kirill Berezovski(Choreografie)
Miriam Markl(Choreografie)
Crystal Schüttler(Choreografie)
Sarah Herr(Choreografie)
Jonas Frey(Choreografie)

Spielzeiten

Montag, 24. Januar 2022 (Premiere / Uraufführung)

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