In Sorge wegen des alarmierenden Leistungsabfalls ihrer Kinder, möchte eine Gruppe Eltern die Primarlehrerin Frau Müller dazu bringen, die Klasse abzugeben. Was die Eltern dabei ausblenden, ist das Verhalten ihrer Kinder, deren Frechheiten und Ungehorsamkeit wohl jede Lehrperson in den Wahnsinn treiben würden. So setzt Frau Müller zum Gegenangriff an und konfrontiert die Väter und Mütter mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten und Versäumnissen. Der Streit spitzt sich zu - und nimmt immer neue Wendungen.
„Mich reizt insbesondere das Entlarvende an dieser Komödie, das sich im opportunistischen Handeln der Eltern zeigt“, sagt die Regisseurin Anja Horst. „Um ihr Ziel zu erreichen, sind sie bereit, ihr Verhalten jederzeit skrupellos anzupassen. Immer wenn man zu wissen glaubt, wie es weitergeht, geschieht etwas Unerwartetes.“ Das habe kreativen Spielraum und Spannungsmomente für die Inszenierung geschaffen. Die Ausstattung besorgte Andreas Walkows, für die Musik ist Ralph Hufenus verantwortlich.


