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L'italiana in Algeri

in Opernhaus Zürich (Gebäude)
Uraufführung/Premiere am 06. März 2022
In L’italiana in Algeri verschlägt es den Figuren die Sprache, während sich die Handlung um die feurige Italienerin Isabella dreht, die den algerischen Bey Mustafa mit ihrem Charme und Verstand überlistet. Rossinis Werk, das als «organisierte und vollkommene Verrücktheit» beschrieben wird, vereint Humor und Gesellschaftskritik in einer turbulenten Multikulti-Komödie.
© Opernhaus Zürich

Die Geschichte steht ganz in der Tradition der im 18. und 19. Jahrhundert beliebten Türkenopern und beruht auf einer wahren Begebenheit: 1808 konnte sich die Mailänderin Antonietta Frapolli aus dem Harem des Bey von Algier befreien, nähere Umstände sind nicht bekannt.

Mustafà, den algerischen Herrscher in Rossinis Oper, reizt nichts Weibliches mehr in seinem Harem. Seine Hauptfrau Elvira will er mit seinem Lieblingssklaven verkuppeln und nach Italien entsorgen, für sich selbst plant er neue sexuelle Erfahrungen. Eine feurige Italienerin soll her. Und siehe da: Am Horizont taucht ein Schiff mit der gewünschten Beute auf. Isabella heißt die Reisende, die auf der Suche nach ihrem verschollenen Geliebten Lindoro ist, Mustafàs Lieblingssklaven. Doch die gefangene Isabella weiß die Verliebtheit des Beys auszunutzen, ganz nach dem Motto: «Wer sich zum Lamm macht, den frisst der Wolf.» Beeindruckt von Isabellas resolutem Wesen, entdeckt Macho Mustafà urplötzlich die süße Lust von männlicher Selbstaufgabe und Unterwerfung, die am Ende in seiner Ernennung zum «Pappataci» gipfelt: einem Ehemann, der nichts sieht, sondern nur noch isst und schweigt. Isabella und ihr Lindoro können getrost die Segel hissen...

Mit L’italiana in Algeri zeigt das Opernhaus Zürich die erfolgreiche Produktion der Salzburger Pfingstfestspiele von 2018. Das Regie-Duo Moshe Leiser und Patrice Caurier, bekannt für akribische Personenregie und klug-komische Deutungen, siedelt die Handlung in einem Algier von heute an und macht daraus eine turbulente Multikulti-Komödie. Vollendeter Rossini-Genuss ist mit Cecilia Bartoli in der Rolle der Isabella garantiert, aber auch Lawrence Brownlee als Lindoro und Ildar Abdrazakov sowie Pietro Spagnoli als Mustafà sind herausragende Interpreten des Rossini-Fachs. Dirigent Gianluca Capuano und das Orchestra La Scintilla versprechen eine spritzig-authentische Wiedergabe dieser unsterblichen Buffa.

Gioachino Rossini (1792-1868)
Dramma giocoso per musica in zwei Akten
Libretto von Angelo Anelli

Musikalische Leitung Gianluca Capuano
Inszenierung Moshe Leiser, Patrice Caurier
Bühnenbild Christian Fenouillat
Kostüme Agostino Cavalca
Lichtgestaltung Christophe Forey
Video Étienne Guiol
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Dramaturgie Kathrin Brunner, Christian Arseni

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Eine Produktion der Salzburger Festspiele.

Mitwirkende

Gianluca Capuano(Musikalische Leitung)
Cecilia Bartoli(Sänger/in)
Nadezhda Karyazina(Sänger/in)
Ildar Abdrazakov(Sänger/in)
Pietro Spagnoli(Sänger/in)
Lawrence Brownlee(Sänger/in)
Nicola Alaimo(Sänger/in)
Ilya Altukhov(Sänger/in)
Rebeca Olvera(Sänger/in)
Siena Miller(Sänger/in)
Enrico Maria Cacciari(Bühnentechnik)
Ernst Raffelsberger(Choreografie)
Kathrin Brunner(Dramaturgie)
Christian Arseni(Dramaturgie)

Spielzeiten

Sonntag, 06. März 2022 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 25. März 2022
Donnerstag, 31. März 2022
Dienstag, 05. April 2022

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