Bei seiner Rückkehr nach Japan hat der Leutnant allerdings nicht nur eine neue amerikanische Ehefrau im Schlepptau, sondern fordert von Butterfly das einzige, das die beiden noch verbindet: ihr gemeinsames Kind...
Nach über 20 Jahren setzt sich Gabriele Rech am MiR erneut mit dem „Butterfly“-Stoff auseinander und wirft einen frischen Blick auf die Lebenslüge, die Cio-Cio-San mit Zähnen und Klauen verteidigt. Die europäische Sichtweise Puccinis auf eine scheinbar idyllisch-exotische Welt spiegelt sich in der Inszenierung. Hier wird verkleidet und überschminkt – von komisch bis gnadenlos tragisch. Dieses Wechselbad der Gefühle zwischen Freude, Verzweiflung und emotionaler Kälte fing Puccini in unverwechselbaren Klangfarben ein – nicht ohne feine Pinselstriche japanischer Originalmelodien.
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa | UA 1904 | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


