Während Hauke Haien mit Elke, der Tochter seines Vorgängers, ein glückliches Familienleben beginnt, schlägt ihm wegen seiner Innovationen beim Bau des Deiches zwischen Dorf und Meer der Unmut der restlichen Bevölkerung entgegen. Die Tochter Wienke bleibt dabei stille Beobachterin, Unterstützerin und Mahnerin. Der Widerstand gegen seine neuen Ideen zermürbt Hauke Haien zusehends, sodass er den Deich nicht nach seinen Vorstellungen bauen lassen kann und es bei einer Sturmflut zur Katastrophe kommt.
Die Motive, die Hauke Haien, seine Familie und seine Umgebung beschäftigen, lassen sich in heutigen Debatten um den Klimawandel und -schutz, um Generationenkonflikte und um Wissenschaftsfeindlichkeit wiederfinden.
Nach Jugend ohne Gott und Unterm Rad inszeniert der Regisseur Dominic Friedel abermals ein partizipatives Projekt mit jungen Menschen aus Bonn und Ensemblemitgliedern des Schauspiels. Dabei werden eigene Perspektiven auf die Geschichte des Schimmelreiters gesucht und spielerisch erarbeitet und anschließend auf die große Bühne gebracht.


