Soll sie weiter dem Vergnügen folgen, oder auf Zeit und Enttäuschung hören, die ihren Blick von den oberflächlichen Dingen auf tiefer liegende Werte zu lenken versuchen?
In Georg Friedrich Händels Il trionfo del Tempo e del Disinganno treten vier allegorische Figuren – Schönheit, Vergnügen, Zeit und Enttäuschung – in einen musiktheatralen Wettstreit und führen einen philosophischen Diskurs über das menschliche Leben.
Sind Schönheit und Vergnügen verwerflich? Wo ist wahres Glück zu finden? Und was bleibt von uns, wenn wir sterben?
Mit Il trionfo del Tempo e del Disinganno komponierte Händel im Alter von zweiundzwanzig Jahren sein erstes Oratorium. Gekonnt verbindet er in diesem frühen Meisterwerk opernhafte Dramatik mit barocker Sinnlichkeit und verleiht so den allegorischen Figuren anrührend menschliche Züge.


