Den Anfang macht »Das Rheingold«, gefolgt von »Die Walküre« und »Siegfried«. Schließlich fällt mit der »Götterdämmerung« der letzte Vorhang vor der Generalsanierung.
Die Dichte der Probenarbeit ermöglicht Yona Kim, Alexander Soddy und den Sänger*innen einen äußerst konzentrierten und umfassenden Blick auf das Gesamtwerk. Dadurch geht die Arbeit weg vom psychologischen Auffächern jeder einzelnen Szene hin zu einem großen Bogen. So wird versucht, den »Ring« als ein in sich geschlossenes Ganzes zu erzählen. Um das bewerkstelligen zu können, setzt Yona Kim das Orchester buchstäblich ins Bild und macht es auch visuell zum epischen allwissenden Erzähler – im Spannungsfeld mit den Sänger*innen als Protagonist*innen der Geschichte.
Ergänzt wird das Geschehen auf der Bühne durch eine Video-Ebene, die auf unterschiedliche Art und Weise Räume öffnet und Schauplätze erzählt. Hinzu kommt eine Live-Kamera, die nicht nur die Bühne, sondern u. a. auch den Orchestergraben und den Backstage-Bereich in den Fokus rückt.
Der Ring des Nibelungen
Opernzyklus von Richard Wagner


