Der berühmte französische Schauspieler und Regisseur Jean-Louis Barrault fasste einst den Plot dieses über hundert Jahre alten Theaterstücks prägnant zusammen. Anton Tschechows Werk erzählt von der Sehnsucht nach Glück und den Veränderungen im Leben der Kirschgartenbesitzerin und ihrer Familie.
Besser lässt es sich kaum ausdrücken: Der russische Arzt und Autor Anton Tschechow füllt auch die letzte seiner tragischen Komödien – die ein halbes Jahr vor seinem Tod uraufgeführt wird – mit liebevoller Menschenkenntnis, theatralem Gespür und lakonischer Poesie. Die Kirschgartenbesitzerin, ihr Bruder, ihre Töchter, ein Nachbar, ein möglicher Kirschgartenkäufer, ein ewiger Student und ein paar Angestellte sehnen sich mit- und gegeneinander nach Glück, während die Zeit vergeht.
»Du fragst: Was ist das Leben?«, schreibt Tschechow kurz vor seinem Tod an seine Frau. »Genau so könnte man fragen: Was ist eine Möhre? Eine Möhre ist eine Möhre, und etwas anderes ist nicht bekannt.«