Mit deren Blüten bezahlt er regelmäßig an der großen Steckdose dafür, seine Batterien mit dem wertvollen Saft des Lebens aufzuladen. In dieser Routine lebt Sonny, bis plötzlich ein neuer Gegenstand auf dem Schrottplatz ankommt und alle Hierarchien auf den Kopf stellt. Es ist ein Kartenlesegerät, welches die SD-Karten seiner Mit-Maschinen will. Bezahlt wird nun mit Erinnerungen, welche unwiederbringlich an den neuen Mächtigen abgegeben werden müssen. Nur eine Kamera interessiert den Kartenleser nicht: Sonny, denn der sieht ja nichts. Wird Sonnys Fluch zum Segen?
Wie wichtig sind Erinnerungen für unsere Persönlichkeit? Was bedeutet es, anders zu sein und zu fühlen? Und wie ist es möglich, friedlich miteinander zu leben, wenn wir doch alle so unterschiedlich sind?
Nachdem Nicola Bremer pandemiebedingt für Besprechungen und Meetings zwei Jahre in Kameras starren musste, will er jetzt in das Gefühlsleben dieser Geräte hineinschauen und schafft mit "Sonny 2032" eine berührende Allegorie auf die Menschheit. Cineastische Momente treffen auf Objekttheater, wenn das Publikum nicht nur die Kameras als Lebewesen sieht, sondern dank Projektion auch das, was sie live aufzeichnen.
Puppentheater für Erwachsene


