Da kündigt sich überraschend Besuch aus Malawi an, einem der ärmsten Länder der Welt. Maryse, seine Jugendliebe, kommt nach Paris, um sich von ihm scheiden zu lassen. Antoine kramt verwundert in seinem Gedächtnis, bis ihm die Hochzeit mit Maryse vor fünfundzwanzig Jahren in einem Ashram wieder einfällt. Als ihn sein Rechtsanwalt darauf hinweist, dass Maryse nach französischem Recht die Hälfte seines Vermögens zusteht, ist er geschockt: kein Geld, kein Schlösschen, keine Heirat.
Also inszeniert er ein Spektakel. Kurzerhand schickt er seine Haushälterin in den Urlaub nach Marokko und übernimmt nicht nur ihre Wohnung in einem Plattenbau, sondern Sprache und Lebensstil der prekären Gegend gleich mit. Was anfangs ungewohnt ist, bereitet bald nicht nur ihm herzliches Vergnügen und provoziert eine große Befreiung. Denn so leicht lässt sich weder eine Jugendliebe noch die adlige Gattin in spe abschütteln. Auch die Ideale der Jugend holen Antoine wieder ein.
Nach der Inszenierung Weinprobe für Anfänger widmet sich das Schauspiel Chemnitz nun der neuesten Komödie des vielfach geehrten französischen Dramatikers Ivan Calbérac.


