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Zerstörte Straßen

Uraufführung/Premiere am 21. Oktober 2022
Was macht der Krieg in der Ukraine mit den Menschen? Welche Beschädigungen hat er in den letzten Jahren bereits hinterlassen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von Natalia Vorozhbyts Stück „Zerstörte Straßen“, das die Herausforderungen des Alltags in einem vom Krieg zerrissenen Land thematisiert.
© ETA Hoffmann Theater

Das ist mal absurd, mal bitter, mal bedrückend. Wie soll man auch klarkommen, wenn das eigene Land auf einmal geteilt ist in einen Teil, in dem Krieg herrscht, und einen Teil, der scheinbar normal funktioniert? Vorozhbyts Figuren suchen in einem Alltag zwischen Gewalt, Folter und Missbrauch nach einem Ausweg und Überlebensstrategien. Gibt es nicht doch noch einen Rest Menschlichkeit inmitten des unvorstellbaren Wahnsinns, der Krieg heißt?

Für ihren Text hat Vorozhbyt eigene Recherchen und Geschichten von aus dem Donbas Geflüchteten genutzt. Die Autorin wird eine neue Szene schreiben und das Stück damit bis in die Gegenwart hinein fortsetzen.

Natalia Vorozhbyt ist Co-Gründerin des Theaters der Vertriebenen, in dem Geflüchtete aus dem Donbas ihre Geschichten erzählen können. „Bad Roads“, der Film nach dem Stück in der Regie der Autorin, kam 2020 in die Kinos und wurde 2021 als ukrainischer Oscar-Beitrag ausgewählt. Regisseur Wojtek Klemm stellt sich mit seiner Inszenierung erstmals dem Bamberger Publikum vor.

Triggerwarnung: In dieser Inszenierung werden Krieg, körperliche Gewalt, sexuelle Gewalt und Selbstmord thematisiert. Zudem gibt es in einzelnen Szenen stilisierte Darstellungen von körperlicher wie sexualisierter Gewalt, was retraumatisierend wirken kann. In einigen Szenen wird herabsetzende Sprache benutzt.

Deutsch von Lydia Nagel

Mitwirkende

Romy Rexheuser(Bühnenbild)
Ola Rzepka(Komponist/in)
Armin Breidenbach(Dramaturgie)
Marek Egert(Schauspieler/in)
Robert Knorr(Schauspieler/in)
Jeanne LeMoign(Schauspieler/in)
Alina Rank(Schauspieler/in)
Stephan Ullrich(Schauspieler/in)
Eric Wehlan(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 21. Oktober 2022 (Premiere / Uraufführung)

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