„Giselle“ ist der Inbegriff des romantischen Balletts. Besonders der zweite Akt wurde zur Legende: ein „weißer Akt“, in dem die Tänzerinnen in weißen Tutus zu der traumhaft schönen Musik von Adolphe Adam auf Spitze tanzen – zumindest nachdem der legendäre Choreograf Marius Petipa die Original-Inszenierung überarbeitete und ihr den letzten Schliff gab. 1841 wurde dieses Werk in Paris uraufgeführt und hat sich bis heute weltweit auf den internationalen Spielplänen behaupten können.
Die beiden Hauptrollen sind Traumrollen für alle Balletttänzer*innen, und einige der choreografischen Elemente gehören zu den größten Herausforderungen der Tanzgeschichte.
Vor einigen Jahren war „Giselle“ in der modernen Choreografie von David Dawson zu sehen. Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh vertraut nun auf die Kraft und den Zauber des klassischen Balletts und bringt das Werk – soweit es unser heutiger Kenntnisstand zulässt – im romantischen Original auf die Bühne.


