Ihre Auflehnung gegen jede Form von Ungerechtigkeit treibt sie zu eigenmächtigen Rettungsaktionen etwa von zwei Jugendlichen einer jüdischen Familie. Nach dem Krieg wird sie Ärztin. Sie heiratet, bekommt Kinder und führt ein bürgerliches Leben, bis der Algerienkrieg ausbricht. Sie engagiert sich erneut, dieses Mal auf der Seite der algerischen Unabhängigkeitsbewegung Front de Libération Nationale. Sie kämpft nicht nur für die Unabhängigkeit Algeriens, sondern auch für eine sozialistische Gesellschaft. 1959 wird sie festgenommen und zu zehn Jahren Haft verurteilt. Auf abenteuerliche Weise gelingt ihr die Flucht …
Anne Weber wählt für ihre literarische Biografie von Anne Beaumanoir die Form des Heldinnenepos. Dabei nutzt die Autorin gekonnt die Weitwinkelperspektive des Epos, um das Erzählte auf Distanz zu halten; gleichzeitig wählt sie Nahaufnahmen ihrer Heldin. Darüber hinaus gelingt es ihr, allem Schlimmen auch eine skurrile Leichtigkeit zu verleihen. Der Roman zeigt auf, was es bedeutet, für eine größere Gerechtigkeit, eine bessere Welt zu kämpfen und welchen Preis man dafür zahlen muss. In einem Wechsel von Alltags- und Kriegsszenen beschreibt Anne Weber den Mut und das Vertrauen, aber auch die Zweifel und Ängste dieser Frau – und nicht zuletzt erzählt sie ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Inszenierung und Bühne Dušan David Pařízek Kostüme Kamila Polívková Musik Peter Fasching* Licht Felix Dreyer Dramaturgie Gwendolyne Melchinger


