Ein nie verfilmtes Drehbuch aus den 1990er Jahren ist Startpunkt für einen überraschenden Theaterabend über das Konzentrationslager Dachau. Auf der Bühne entsteht der Film, der erzählt, wie ehemalige niederländische KZ-Häftlinge zur Gedenkstätte nach Dachau reisen.
Und sie thematisieren die Frage, wie die Erinnerung an den Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert lebendig gehalten werden kann.
Der Bus nach Dachau entsteht unter Leitung der niederländischen Theatergruppe De Warme Winkel gemeinsam mit den Spieler*innen. Kein Dokumentartheater, sondern ein Abend voller Übertreibung, Fantasie, Ironie und mit großer Spielfreude. Die letzten Zeitzeug*innen sterben unweigerlich aus, deshalb ist es Zeit für neue Formen der Erinnerungskultur – auch im Theater.