Ihre Schönheit und ihre Art ziehen Herrn Goldmähne an, einen galanten Fuchs, in den sich die Füchsin Hals über Kopf verliebt. Der baldigen Hochzeit folgt ein reicher Kindersegen. Schließlich zerstört ein Wilderer die Idylle. Er tötet die Füchsin, aber sie hat ihre lebensbejahende Energie längst an ihre Kinder weitergegeben und so ein neues Kapitel im ewigen Kreislauf zwischen Werden und Vergehen aufgeschlagen.
Der Regisseur Joan Anton Rechi bringt nun mit der Oper Das schlaue Füchslein erstmals ein Werk von Leoš Janáček auf die Bühne. Gemeinsam mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Sebastian Ellrich erzählt er die Fabel von der jungen Füchsin als unter die Haut gehende Geschichte eines heranwachsenden Mädchens, das – ähnlich wie viele junge Leute heute – das Zurechtfinden-Müssen in der Erwachsenenwelt als krankmachende Bedrohung erlebt. Mit jeder Faser ihres Körpers durchlebt sie Situationen, die sie dem Tod gefährlich nahe bringen, aber sie erfährt auch, wie es sich anfühlt, zu einer anderen Person Vertrauen aufbauen zu können und geliebt zu werden. Am Ende steht die Erkenntnis, dass all die Hindernisse, die bedrohlichen Situationen und unangenehmen Lebensfragen letztlich unausweichlich sind, es aber trotzdem möglich ist, ihnen mit Zuversicht und mutigen Entscheidungen zu begegnen und so einen vielleicht nicht immer leichten, aber doch mit eigener Kraft gestalteten Weg zu finden.


