Dass die Zensurbehörde im Königreich Neapel – nach dem Attentat auf Ferdinand II. von 1856 – eine Oper mit einem Königsmord ablehnte, war nachvollziehbar, auch wenn deren Handlung im fernen Schweden und im Jahre 1792 spielt. Verdi ließ sich gerichtlich bestätigen, dass die erforderlichen Änderungen sein Werk entstellten. Er zog die Oper zurück und vergab die Uraufführung nach Rom. Aber auch dort wurde Entpolitisierung verlangt – die Behörden waren überall nervös.
Derlei Überlegungen spielen heutigentags keine Rolle mehr, so dass man gespannt darauf sein darf, wie Sir David Pountney im für Bonn zweiten Teil – nach der Sizilianischen Vesper – seiner Verdi-Trilogie sich innerhalb in der von ihm entwickelten 'Verdi-Maschine' dem Thema stellt.
Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama 'Gustave III.' von Eugène Scribe
–In italienischer Sprache–
Koproduktion mit der Welsh National Opera


