Diesem Verschollenen begegnen hier Existenzen, die aus allen Ländern zugeschwemmt, so zwanghaft wie gnadenlos ihren Raum, eine Funktion, gar Fiktion, ihre Ausübung zu finden suchen. Karl bewegt sich und wird bewegt, versucht zu passen, zaudert und gibt stets sein Bestes, um schließlich sein Glück als Namenloser zu finden.
Sebastian Baumgarten setzt am Gorki Kafkas Romanfragment in Wort-, Sound- und Bildfragmenten neu zusammen. Als ein Versuch über die Mechaniken von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Ungerechtigkeit, Ironie und Hoffnung, einem modernen Menschentypus auf der Spur, dessen größte Schwierigkeit es scheint, inmitten kompakter Verwertungslogiken Nein zu sagen.


