Yael hat Mitleid und lässt Amal passieren. Wenig später in einem Restaurant detoniert eine Bombe, und 30 Menschen sterben. Wer trägt die Schuld an diesem Selbstmordattentat? Yael, die Amal die Grenze überqueren ließ? Der Taxifahrer, der Amal ins Restaurant brachte? Die israelische Besatzungspolitik, die den Tod von Amals Vater mitverschuldete? Die Lebensbedingungen Amals in einem palästinensischen Flüchtlingslager?
Aus den Splittern, die der Anschlag hinterlassen hat, setzen sich in Vor- und Rückblenden allmählich die Hintergründe und Widersprüche der Tat zusammen, ein Sinnbild der Gewaltspirale im Nahen Osten. Sieben Schauspieler rekonstruieren aus verschiedenen Blickwinkeln die Ereignisse und versuchen dabei, die drängende Frage zu ergründen, was aus normalen Menschen Terroristen macht.
Mit »Gott wartet an der Haltestelle« wird nach »Amsterdam« und »In der Schwebe« die künstlerische Auseinandersetzung mit dem faszinierenden, vielschichtigen und explizit politischen Werk der israelischen Autorin Maya Arad Yasur fortgesetzt.


