Sie entdeckt, dass die Erde unter dem Dorf einen riesigen Hohlraum aufweist, der Häuser, Straßen, Kirchen und Plätze in die Tiefe zu reißen droht. Niemand will über das Loch sprechen, und Ruth bemerkt, dass in seinen Tiefen finstere Geheimnisse herumspuken, die ihre Sicht auf die Welt, auf sich selbst und ihr Zeitbewusstsein völlig auf den Kopf stellen.
Der Autorin Raphaela Edelbauer ist mit ihrem 2019 erschienenen Debütroman ein großer Wurf gelungen: Das flüssige Land wurde auf die Shortlist des Österreichischen und des Deutschen Buchpreises aufgenommen und verbindet klassische Motive der österreichischen (Anti)Heimatliteratur mit denen einer jungen, urbanen, sinnsuchenden Generation. Gemeinsam mit dem Musiker und Komponisten Paul Plut taucht die Regisseurin Sara Ostertag in ihrer ersten Arbeit am Burgtheater ein in die Welt des Magisch-Realistischen, der Dörfer und Dämonen, der kafkaesken Suche nach Zusammenhang in einer Wirklichkeit, die zu zerrinnen scheint.


