Immer wieder kreuzen sich die Wege von Kasimir und Karoline, sie nähern sich an, kämpfen umeinander, missverstehen sich - bis sie sich ganz verlieren.
Zwei Welten prallen aufeinander und verbinden sich zu einer explosiven Mischung - eingelullt von Konsum und Unterhaltung die einen, aufgestachelt von Perspektivlosigkeit und Abstiegsängsten die anderen. Hinter der Fassade aus blinkenden Lichtern entgleist die Oktoberfest-Gesellschaft…
Mit „Kasimir und Karoline“ gelingt Horváth ein berührendes Psychogramm über Aufstiegswillen und Abstiegsängste, über die unstillbare Sehnsucht nach Nähe und die Karriere der Kälte. Diese kalte Empathielosigkeit hat heute Konjunktur in den sozialen Netzwerken. Horváth zeichnet Bilder einer entfremdeten Gesellschaft, der der Mangel an Mitgefühl anhaftet. Das macht ihn heute wieder modern: Was kostet die Welt und wer zahlt das alles?


