Die Odyssee kennt das Warten auf kommende und das Sehnen nach vergangenen Zeiten, aber keine erfüllte Gegenwart. Die Neudichtung des ukrainischen Dramatikers Pavlo Arie wirft einen aktuellen Blick auf den großen Mythos der europäischen Kultur und rückt Penelope ins Zentrum. Die Inszenierung erzählt aus weiblicher Perspektive sehr aktuell und poetisch vom Irrsinn des Kriegs, von Heimweh und vom endlosen Warten auf eine ungewisse Zukunft.
Diese Odyssee ist eine gemeinsame Erzählung von Menschen aus der Ukraine und aus Düsseldorf. Der Text nimmt Motive von Homer auf und basiert auf Interviews mit den Spieler*innen, mit Geflüchteten und mit denen, die im Krieg in der Ukraine geblieben sind – vielstimmig und musikalisch erzählt er von 14 Frauen und Mädchen sowie zwei Jungen, alle im Alter zwischen 11 und 56 Jahren.
Auf Deutsch und Ukrainisch mit jeweiligen Übertiteln.


