Andernfalls würde sie seinen Stand und sein Berufsleben vernichten. So begibt sich Orpheus zum Olymp. Jupiter hat allerdings selbst Interesse an der Schönen und auch daran, mit ihr seine himmlische Vormachtstellung gegenüber der Unterwelt zu demonstrieren.
Antiken heroischen Idealen steht eine dekadente Entladung bourgeoiser Gelüste entgegen. Es herrschen unbegrenzte Liebeslust, Trinkgelage und frivole Tänze. Ausgelassenheit und Stärke spiegeln sich auch in der Partitur und den virtuosen Soprankoloraturen von Eurydike wider. Mit Orpheus in der Unterwelt gelingt Jacques Offenbach der Durchbruch als Komponist sowie ein Modell musikalischer Mythentravestie, das im wohl bekanntesten Cancan der Musikgeschichte gipfelt.
Libretto von Hector Crémieux und Ludovic Halévy / In deutscher Sprache


