Theaterkompass.de Logo

Richard Strauss-Tage

Uraufführung/Premiere am 03. April 2023
Richard Strauss’ Verbindung zu Dresden, der Sächsischen Staatskapelle und der Semperoper ist prägend für die deutsche Musikgeschichte. Neun seiner insgesamt 15 Opern wurden in Dresden uraufgeführt, darunter »Elektra«, »Arabella« und »Der Rosenkavalier«.
© Semperoper Dresden

Die Begeisterung für die Werke von Richard Strauss, sei es auf dem Konzertpodium und in der Kammermusik der Staatskapelle Dresden oder auf der Opernbühne, ist über die Zeitläufe nie abgerissen. Seit 1909 wurden in der Semperoper in unregelmäßigen Abständen Richard Strauss-Tage veranstaltet. Während der Richard Strauss-Tage 2023 widmen das Opernhaus und die Sächsische Staatskapelle Dresden dem bedeutenden Komponisten ein breites Programm aus Werken, die die enge Beziehung von Strauss zu Dresden und der Staatskapelle dokumentieren. Darüber hinaus lassen die Opern »Der Rosenkavalier« und »Arabella« die Welt Wiens, des Fin de Siècle und des Rokoko vielstimmig wieder aufleben.

Dass Dresden überhaupt zur »Strauss-Stadt« wurde, war indirekt dem Intendanten der Hofoper Unter den Linden, Bolko von Hochberg, zu verdanken. Denn als der dort frisch ernannte Kapellmeister Richard Strauss seine Oper »Feuersnot« am kaiserlichen Hoftheater in Berlin herausbringen wollte, verweigerten die Theaterleitung (und die Zensur) dem ironischen Zeitstück ihre Zustimmung. Ganz anders dagegen in Dresden: Ernst von Schuch, der sich auch später unentwegt für Strauss einsetzte und viele seiner Premieren dirigierte, holte die Uraufführung 1901 »trotz mancher sittlicher Bedenken« in die Residenzstadt an der Elbe.

Mit der Uraufführung von »Salome« in Dresden gelang Richard Strauss dann 1905 der große Paukenschlag, mit dem heute allgemein der Beginn des modernen Musiktheaters des 20. Jahrhunderts verbunden wird. Auch die 1909 in Dresden uraufgeführte »Elektra« erntete Begeisterung, die dann jedoch bereits zwei Jahre später durch die Uraufführung von »Der Rosenkavalier« in den Schatten gestellt werden sollte. Presse und Musikfreunde reisten in Sonderzügen nach Dresden, um das Musikereignis mitzuerleben. 1912 konnte Ernst von Schuch noch die erste Fassung der »Ariadne auf Naxos« kurz nach der Uraufführung in Stuttgart auf die Bühne bringen. Als von Schuch 1914 verstarb, leitete Richard Strauss selbst das Gedenkkonzert für den Dirigenten.

Fritz Busch nahm mit »Intermezzo« (1924) und »Die ägyptische Helena« (1928) die Tradition der Strauss-Uraufführungen wieder auf. Richard Strauss’ Verbundenheit mit dem Dirigenten fand ihren Ausdruck darin, dass er ihm die 1932 vollendete Partitur seiner nächsten Oper »Arabella« widmete. Als Fritz Busch 1933 von der Theaterfachgruppe der SA seines Amtes enthoben wurde, hinderte das Richard Strauss nicht daran, seine »Arabella« dort unter der Musikalischen Leitung von Clemens Krauss herauszubringen. Und auch über der von Karl Böhm dirigierten Uraufführung der Oper »Die schweigsame Frau« lag der Schatten des Nationalsozialismus. Richard Strauss setzte zwar noch durch, dass der verfemte Stefan Zweig als Textdichter auf dem Theaterzettel erwähnt wurde, doch wurde das Werk nach vier Aufführungen vom Spielplan genommen. Die neunte und schließlich letzte Opernuraufführung war die Karl Böhm gewidmete »Daphne«.

Alle Infos:
https://www.semperoper.de/richard-strauss-tage.html

Karten für alle Vorstellungen sind erhältlich.

Mitwirkende

Jakub Hrůša(Musikalische Leitung)
Tugan Sokhiev(Musikalische Leitung)
Hrachuhí Bassénz(Sänger/in)
Helmut Deutsch(Musiker/in)

Spielzeiten

Montag, 03. April 2023
Montag, 10. April 2023

Teile den Beitrag auf

Background image of the page