Die Räuber sind sich einig: Die Welt lässt sich nicht mit Worten verändern, nur mit Taten. Eine Bande junger Männer zieht entschlossen durch das Land, um alle Grenzen der in ihren Augen falschen Gesellschaft zu sprengen und für Freiheit zu kämpfen.
In Schillers Drama Die Räuber stellt sich unweigerlich die Frage nach der Legitimation von Gewalt. Ist sie tabu oder doch die einzige Möglichkeit, gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen?
Mathias Spaan versetzt Schillers Räuberbande in die Zukunft. Alt geworden sind sie, die Räuber mit Heldenmut, und sinnieren über «die guten alten Zeiten», in denen Gewalt ein legitimes Mittel für die Revolution war und «männliche Eigenschaften» wie Mut und Kraft noch nicht als toxisch galten.