Von Bier und Wein angestachelt erzählt er von seinen vergangenen Liebesabenteuern: von der nahezu perfekten Automate Olympia, von der jungen Antonia, deren Leben entweicht, wenn sie singt, oder von der venezianischen Kurtisane Giulietta, die mit dem Teufel im Bunde steht. Fantastische Geschichten von Liebe und Verzweiflung, Unheimlichem und Nebulösem, von Doppelgängern und den schwimmenden Grenzen von Gut und Böse.
Nach unzähligen Operetten und komischen Opern nimmt Jacques Offenbach kurz vor seinem Lebensende die Komposition dieses großformatigen Opernprojekts an. Doch vollenden kann er die »contes d’Hoffmann« nicht. Als Offenbach 1880 stirbt, ist der Giulietta-Akt noch nicht fertig konzipiert und auch die finale Instrumentation fehlt. Schnell wird das Werk notdürftig ergänzt und zusammengesetzt und kommt in Paris zur sensationellen Uraufführung. Bis heute finden sich Arien, Chansons oder einzelne Notenblätter, die Offenbach vermutlich für sein letztes Werk vorgesehen hatte. Die Aura des Fantastischen und Rätselhaften bleibt der Oper erhalten…
Libretto von Jules Barbier nach dem Drame-fantastique von Jules Barbier und Michel Carré in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.


