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Glückliche Tage/Herzliches Beileid

in Theater in der Josefstadt
Uraufführung/Premiere am 27. April 2023
Dieter Dorn gibt sein Debüt am Theater in der Josefstadt und kombiniert die Werke von Samuel Beckett und Georges Feydeau. Der Abend thematisiert auf raffinierte Weise die Träume und Albträume, sowie den Sinn und Unsinn des Zusammenlebens von Mann und Frau.
© Moritz Schell

Samuel Beckett
Glückliche Tage
Deutsch von Erika und Elmar Tophoven
Was für eine Freude jedenfalls, zu wissen, dass du da bist, wie gewöhnlich, und vielleicht wach bist, und vielleicht dies alles in dich aufnimmst, etwas von alledem, was für ein glücklicher Tag für mich … es gewesen sein wird. (Winnie)
Winnie steckt bis zur Taille in einem Erdhügel, beschienen von gleißender Sonne. Die Zeit vertreibt sie sich mit Dingen, die buchstäblich in ihrer Reichweite, ergo in ihrer Handtasche, liegen: Körperhygiene, Kosmetik, Psychopharmaka. Sie scheint mit ihrer Situation nicht unzufrieden und zehrt vor allem von ihren Erinnerungen. Diese teilt sie gerne mit ihrem Partner Willie, der hinter dem Hügel haust. Von ihm gelegentlich eine Reaktion auf ihre Monologe zu erhalten, bedeutet ihr alles. Selbst als sie bereits bis zum Hals im Hügel versunken ist und Willie nicht mehr sehen kann, sinnt sie in einem schier unverwüstlichen Positivismus über die "großen Gnaden" nach, die ihr in ihrem Leben zuteil geworden sind.
Nobelpreisträger Becketts Bestandsaufnahme der Mechanismen einer Beziehung, in der er die verschüttete Gefühlswelt seiner Figuren auf die Bühnensituation überträgt, gilt 60 Jahre nach der Uraufführung als Klassiker des absurden Theaters.

Georges Feydeau
Herzliches Beileid
Deutsch von Georg Holzer
Ein Buchhalter, der als Buchhalter sein Geld verdient, aber trotzdem behauptet, er sei ein Maler, obwohl er als Maler noch nie ein Bild verkauft hat, der spinnt. (Yvonne)
Lucien, Buchhalter und Hobbymaler, kommt nach einer durchzechten Nacht nach Hause, während seine Frau Yvonne das traute Heim kaum noch zu verlassen scheint. Mit seinem Gepolter weckt er sie unerwünschter Weise auf – wie so oft. Der nächste Eklat von einem Ehestreit steht ins Haus und aberwitzige Vorwürfe entspinnen sich. Doch diese werden nebensächlich, als mitten im schönsten nächtlichen Streit ein Diener mit der Nachricht erscheint, Yvonnes Mutter sei verstorben. Die folgenden Turbulenzen stellen jede eheliche Auseinandersetzung in den Schatten.
Georges Feydeau, der ungekrönte König der französischen Salonkomödie, beweist einmal mehr seinen messerscharfen Blick für die potentiellen Gefahren der bürgerlichen Ehen seiner Protagonisten.

Mitwirkende

Julia Schultheis(Bühnenbild)
Monika Staykova(Kostümbild)
Michael von Au(Schauspieler/in)
Tobias Reinthaller(Schauspieler/in)
Anika Pages(Schauspieler/in)
Johanna Mahaffy(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Dienstag, 25. April 2023 (Voraufführung / Preview)
Mittwoch, 26. April 2023 (Voraufführung / Preview)
Donnerstag, 27. April 2023 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 28. April 2023
Freitag, 05. Mai 2023
Dienstag, 30. Mai 2023
Mittwoch, 31. Mai 2023
Freitag, 16. Juni 2023
Samstag, 24. Juni 2023
Sonntag, 25. Juni 2023 (Matinee)
Donnerstag, 29. Juni 2023
Freitag, 30. Juni 2023 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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