Theaterkompass.de Logo

Vernichten

Uraufführung/Premiere am 27. April 2023
Vernichten ist der jüngste, umfassendste und längste Roman von Michel Houellebecq. Das Buch liefert ein Geflecht von Motiven, die sich überlagern, während sie in unterschiedlichen Lebenswelten spielen: von Terroranschlägen über Ehekrisen bis hin zu Suizid und Krankheit.
© Staatsschauspiel Dresden

Im Zentrum des Romans steht ein Paar, dessen Beziehung am Ende zu sein scheint. Paul Raison und seine Frau Prudence sind beide ranghohe Finanzbeamte, sie leben in einem noblen Pariser Viertel in einer Eigentumswohnung, haben sich aber nichts mehr zu sagen. Erst die Erkrankung von Pauls Vater führt beide wieder zusammen, und sie machen sich auf einen Weg, der sie zurück zu ihren Gefühlen und Träumen führt.

Kein Houellebecqscher Held hat je so ausgiebig geträumt wie Paul Raison. Dreizehn Träume hat der Autor seiner Hauptfigur eingeschrieben, sie bilden im Textkorpus eine eigene Partitur. Im Traum löst sich die Trennung des individuellen Bewusstseins von der Welt auf, Schein und Sein sind nicht zu unterscheiden. Der romantische Symbolismus kulminiert in der Mitte des Buches im Blick des Vaters und des Sohnes, die beide unbeweglich harrend, hinaus in den Wald schauen. Sebastian Hartmanns Inszenierung geht den Bildern des Romans nach und erschafft dabei eine eigenständige Bühnenvision.

aus dem Französischen von Stephan Kleiner und Bernd Wilczek

Mitwirkende

Marin Blülle(Schauspieler/in)
Moritz Lippisch(Schauspieler/in)
Linda Pöppel(Schauspieler/in)
Torsten Ranft(Schauspieler/in)
Karoline Schmidt(Schauspieler/in)
Nadja Stübiger(Schauspieler/in)
Yassin Trabelsi(Schauspieler/in)
Viktor Tremmel(Schauspieler/in)
Simon Werdelis(Schauspieler/in)
Tilo Baumgärtel(Choreografie)
Lothar Baumgarte(Lichtdesign)
Jörg Bochow(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 27. April 2023 (Premiere / Uraufführung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page