Nicht nur in der Ukraine, sondern in vielen Ländern der Welt sind Künstler*innen Kriegen, Verfolgung, Schikane und Tod ausgesetzt und müssen jenseits ihrer Heimat Schutz und Arbeit finden. Theater können dazu beitragen, Kunst und Künstler*innen durch die schweren Zeiten der Verfolgung zu begleiten und somit das Bild der Geschichte, wie sie einst geschrieben werden wird, mitzugestalten – hätten nicht Entscheidungen und Zufälle während 2.500 Jahren Sophokles’ Texte bis zu uns heute gerettet, sähen das Theater und vermutlich auch die Welt anders aus.
Mit der ukrainischen Antigone macht das Schauspielhaus den Versuch, an eine Tradition des Schauspielhaus Zürich als Exil-Theater anzuknüpfen und ein Forum zumindest für einige wenige jener Stimmen zu bieten.
Aus dem Ukrainischen von Sebastian Anton


