Das Autor*innenteam um Komponist Manuel Zwerger, Librettist Carolyn Amann und Regisseurin Carmen C. Kruse vereint Figuren aus Ibsens Kleinem Eyolf mit den Erfahrungswelten der Gesprächspartner*innen und verleiht so dem persönlichen Thema der Trauer in seiner Vielfalt von Schock, Unglaube, Verbindung und Liebe Ausdruck.
In einem Seelenraum begegnet das kreisförmig angeordnete Publikum Rita und Alfred, deren Sohn Eyolf ertrank. Gemeinsam erzeugen 35 Musiker*innen, vier Sänger*innen und zwei Dirigenten ein emotionales und atmosphärisches Erlebnis, das die unterschiedliche Zeitlichkeit und Gefühlswelten musikalisch und szenisch ineinander verschmelzen erleben lässt. Die Oper wird von einer individuell erfahrbaren Video- und Klanginstallation als Ein- oder Nachklang ergänzt, die ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn individuell zu besuchen ist. (siehe gesonderte Pressemeldung)
Die Koproduktion mit Civic Opera Creations, einem Wiener Opernproduzenten, der im Austausch zwischen Künstler*innen und Betroffenen das Repertoire um neue Opern erweitert und technische Innovation mit traditionellen Arbeitsweisen kombiniert, wurde im wiederholten Austausch geschaffen. Zu hören sind die Ensemblemitglieder Robyn Allegra Parton und Johan Hyunbong Choi, die zuletzt als Gilda und Rigoletto in Rigoletto für Begeisterung sorgten. Mit ihnen auf der Bühne agiert als Gast die Mezzosopranistin Hasti Molavian. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister Henning Ehlert, als Co-Dirigent ist Boris Cepeda mit für die musikalische Koordination verantwortlich.
Im Anschluss an die Vorstellungen gibt es Gelegenheit für Dialoge und Austausch. Eine Reihe von Begleitveranstaltungen zum Thema Trauer und Trauerbewältigung rahmt die Vorstellungsserie ein.
Initiiert von und koproduziert mit Civic Opera Creations, www.cocreations.eu. In Partnerschaft mit Bethanien Sternenkinder Beratungsstelle Münster/Osnabrück, Hospiz Greven des Malteser Hilfsdienst e.V., St. Franziskus Hospital des Bistum Münster, Hospizbewegung Münster, Herzenskinder Österreich, Verein trauernde Eltern, Selbsthilfegruppe Regenbogen Wien, und Caritas Wien. Unterstützung in der Entwicklung von Penda Diouf, Schloss Unterloibl, Karba Pack und EKP. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fonds Neues Musiktheater des NRW Kultursekretariats und Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Österreich.


