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Woyzeck

Uraufführung/Premiere am 23. Mai 2023
Woyzeck ist ein guter Mensch, Woyzeck ist ein Abgrund. Die Hauptfigur von Büchners Dramenfragment ist ein Opfer seiner Umstände und wird zum eifersüchtigen Mörder an seiner Geliebten Marie.
© Niels Wehr

Aber trägt dieses Modell? Wo findet heute Unterordnung statt, wo Radikalisierung, wo Männlichkeit? Ein moderner Woyzeck – einer, der abdriftet, der in Online-Männerforen und Pick-up-Artist-Kursen nach virtueller Autorität sucht, der sich von einem Professor mit Männlichkeitsbildern und Proteinshakes füttern lässt. Einer, der sich verzweifelt nach Nähe sehnt und sich doch aktiv von seiner Menschlichkeit abspaltet, Stück für Stück. Einer, der zum Täter wird, weil es einfacher ist, zu verletzen als verletzlich zu sein. Wo bleibt da Platz für Marie? Hat sie diese Geschichte nicht schon längst verlassen?

Regisseur und Autor Brian Bell untersucht in seiner Fassung das Dramenfragment auf seine Heutigkeit und forscht dabei nach Männlichkeit, Einsamkeit, Zärtlichkeit, Gewalt. Jeder Mensch ist ein Abgrund – und der Abgrund blickt zurück.

Hinweis zum Inhalt: In diesem Theaterstück werden körperliche Übergriffigkeit, Manipulation durch Autoritätspersonen und Mobbing dargestellt sowie sexualisierte Nacktheit in einer Szene auf der Videoebene gezeigt.

Adaption von Brian Bell.

Mitwirkende

Brian Bell(Regie)
Brian Bell(Autor/in)
Julian Trostorf(Schauspieler/in)
Andreas Klopp(Schauspieler/in)
Thomas Georgi(Schauspieler/in)
Daniel Unger(Bühnenbild)
Lea Mantel(Dramaturgie)
Lisa Schiefelbein(Bühnentechnik)
Malte Hurtig(Lichtdesign)
Henry Mampe(Bühnentechnik)
Clemens Walter(Videodesign)

Spielzeiten

Dienstag, 23. Mai 2023 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 24. Mai 2023
Donnerstag, 25. Mai 2023
Freitag, 26. Mai 2023
Freitag, 09. Juni 2023
Samstag, 10. Juni 2023
Dienstag, 13. Juni 2023
Mittwoch, 14. Juni 2023

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