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Dichterliebe: Szenischer Liederzyklus

in Studio.Bühne
Uraufführung/Premiere am 29. Mai 2023
Liebe, Einsamkeit und menschliche Endlichkeit sind zentrale Themen in Robert Schumanns berühmter 'Dichterliebe', die auf Gedichten von Heinrich Heine basiert. Diese Lieder verkörpern die Imaginationen einer zerrissenen Seele, die eine Liebe besingt, deren Ursprung ungewiss bleibt.
© Lutz Edelhoff

Christian Jost schrieb 2017 zu den Melodien von Robert Schumann eine Kammerorchesterfassung, die den Liedzyklus klanglich erweitert und in ein heutiges Licht taucht – ein Abschied vom 19. Jahrhundert mit seinen Idealen von blumenhaften Mädchen, einsamen Abenden am Waldesrand und Fluchtversuchen in den Traum?

"Ist bei Schumann jedes Lied für sich abgeschlossen, erscheinen die sechzehn Lieder in meinem Werk wie Inseln, die organisch in eine große, neu angelegte Komposition eingewebt sind. Grundlage meiner Komposition sind Schumanns Harmonien und Melodien, welche die Keimzellen meines Klangstroms bilden. Die Liedtexte Heines bleiben komplett erhalten, wie auch die Gesangslinien Schumanns, obgleich Textstellen wiederholt werden bzw. neue Schwerpunkte erhalten. Dabei bleibt alles im Fluss, einem klanglichen Strom des Unbewussten. Begleitet von assoziativen Visualisierungen erzählt mein Werk keine chronologische Geschichte, sondern öffnet überraschend einzelne Fenster in die menschliche Seele." Christian Jost

In dieser performance-ähnlichen Inszenierung befinden sich die Zuschauer, die Orchestermusiker und die Sänger gemeinsam in einer Rauminstallation mit 360° Videoprojektionen. Die sechzehn Lieder des Zyklus sind dabei vielsagend und zugleich deutungsoffen auf drei Sänger verteilt: eine Mezzosopranistin, einen Tenor und einen Bariton. So entsteht ein eindrucksvoller Abend mit überraschenden Klangfarben, der viel Raum für eigene Assoziationen lässt.

Mitwirkende

Christian Jost(Komponist/in)
Yannis Pouspourikas(Musikalische Leitung)
Mila van Daag(Bühnenbild)
Larissa Wieczorek(Dramaturgie)

Spielzeiten

Montag, 29. Mai 2023 (Premiere / Uraufführung)

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